WEGDREHEN

Künstlerin: Muted Muse

Titel: Wegdrehen

Entstanden: 2023

Maße: 70 x 50 cm

Medium: Acrylfarbe auf Leinwand

Gemälde: Eine mystische Figur in einem roten Kleid mit blauer Haut vor einer wirbelnden bunten Hintergrundlandschaft.
Abstrakte Darstellung eines Kopfes mit einem leuchtenden Mond in der Mitte.
Abstrakte Darstellung einer Figur in lebhaften Rot- und Grüntönen.
Bunte Farbschichten mit rosa und grünen Akzenten, die eine abstrakte Komposition bilden.
Abstrakte Malerei mit kräftigen Pink- und Grüntönen, chaotische Pinselstriche.

Das Werk in Worten

Ein Gedicht von Muted Muse

Da läuft mir der Schmerz aus den Augen,

tropft und fällt.

Dabei, verändert sich meine Welt.

Zwischen zwei Klippen,

seh` ich den Abgrund tief unter mir.

Ich springe nach links, denn ich will nicht zu dir.

Jetzt seh` ich dich auf der anderen Seite

und meine Klippe treibt beständig ins Weite.

So bist du zu meinem Horizont geworden

und die Weite hält das Uns

im Stillstand geborgen.

Doch solange wir uns noch sehen,

nicht achtlos weggehen,

Arme und Augen verdrehen,

wird dieser Moment, auch niemals vergehen.

Während Mond und Sterne am 

Nachthimmel ziehen,

können unsere Träume ins Unendliche fliehen.

Wir können uns ansehen,

uns wie zwei Klippentanzbäume

im Wechsel gegenüberstehe.

Dann ziehen die Zeiten an uns vorbei.

Wir sind nicht zusammen

und trotzdem nicht zwei.

Denn sobald wir uns wegdrehen,

wird die Welt wie immer geschehen

und wir, werden uns nicht mehr sehen.

Wenn niemand über das uns mehr wacht,

wird es Nacht und Tag und Nacht. 

Keiner hält unsere Zeit mehr still,

so kann die Welt geben und nehmen,

was sie will.

Vertrauen und Nähe werden vergehen,

und bald werden wir blind den Anderen sehen.

So lass uns die letzten Sommernoten,

von den Zweigen nehmen,

uns einen Moment in die Augen schauen,

und unsere Liebe ins Himmelszelt bauen.

Da funkelt sie wie einer der Sterne,

in endloser, sicherer Ferne.

Unsere Liebe ist dann bald erloschen,

doch wurde die Verbundenheit nie vollends

aus unserer Brust gebrochen.

Denn in endloser Stille treibt immer ein Licht.

Es ist auf dem Weg vom Nichts ins Nichts,

ist und trotzdem Nichts.

Es kann nicht sein, es bleibt im Werden.

Ein Lichtreflex zeigt sich trotzdem

hier auf Erden.

Und genauso, werden wir ohne zu geschehen

auch niemals vergehen.

Wenn du mich dann,

nicht mal mehr am Horizonthimmel siehst,

bin ich zwar weg und doch da,

denn das mit uns, das war.

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