LEERRAUM
PHANTOME
Titel: Leerraum-Phantome
Enstanden: 2024
Maße: 50 x 70 cm
Medium: Acrylfarbe auf Leinwand





Das Werk in Worten
Ein Gedicht von Muted Muse
Beim Streichen durch wilde Wälder,
beim Laufen über ferne Felder,
sehe ich immer Lücken zwischen den Dingen,
die Gräser und Äste in ihren Formen umringen.
Und wenn mein Blick mir dann
Bilder aus Schatten malt,
habe ich mit nichts ausser meiner Fantasie gezahlt.
Ich werde die Lücke zwischen den Dingen
und bestimme ganz unbewusst,
welche Träume die leeren Räume mir bringen.
So huschen die Leerraum-Phantome dahin
und ich sehe im Nichts ganz leicht, wer ich bin.
Ich fülle das Schweigen dann mit meinem Wesen
und kann so ganz mühelos
zwischen meinen eigenen Zeilen lesen.
Dabei ziehe ich mich selbst in einen
beinahe hypnotischen Bann,
bis ich kein Wort mehr denken kann.
Hier - bei meinem Moostraumlauf,
denke ich tief befreit.
Denn auch wenn diese verstreicht,
hier habe ich Zeit.
Aber bin ich selbst ganz leer,
dann fülle ich die Leerraum-Phantome
auch nicht mehr.
Der Wald bleibt dann ein Wald,
ich tappe im Nebelkalt
und bleibe meine eigene Irrgestalt.
Ich möchte meine Wege dann rückwärts gehen
und strenge mich an,
was ich sehe, eben nicht zu verstehen.
Es ist dann so als hätte man mich ausgeraubt
und alles genommen, was mir nicht gehört.
Mein Sehen und Empfinden im Innnersten gestört.
Ich weiss, meine Tagtraumläufe sind nicht produktiv,
doch malen sie mir Welten in kursiv.
Denn wenn ein Moostraumlauf
im Takt der Schritte vergeht,
bleibt nur die Realität,
die nüchtern dann besteht.
